Zisterzienserstift Schlierbach

Klosterstraße 1
A-4553 Schlierbach
Tel: + 43 - (0)7582 - 830 130

Geschichte: 

Zisterzienser des Stiftes Rein besiedelten 1620 das leerstehende Klostergebäude in Schlierbach, in dem von 1355 bis 1556 ein Zisterzienserinnenkonvent bestanden hatte, der in der Reformationszeit erloschen war. Die Äbte des 17. und 18. Jahrhunderts ließen das Kloster von der oberitalienischen Künstlerfamilie Carlone im barocken Stil ausbauen. 1938 übernahmen Schlierbacher Mönche im Nordosten Brasiliens die Pfarre Jacobina mit einer Fläche von über 5000 km². Von hier aus begann 1939 die Gründung des Kloster Jequitiba durch Abt Alois Wiesinger, seit 1950 ist Jequitiba eine selbständige Abtei. Das Stift betreibt eine Glaswerkstätte und eine Käserei.

Werke und Pfarren: 
  • Inkorporierte Pfarren: Heiligenkreuz, Kirchdorf an der Krems, Klaus, Micheldorf, Nussbach, Schlierbach, Steinbach am Ziehberg, Steyrling, Wartberg an der Krems
  • Gymnasium Schlierbach
  • Bildungszentrum Stift Schlierbach
Publikationen der Ordensgemeinschaft: 
  • Jahresbericht des Gymnasiums der Abtei Schlierbach
Literatur: 
  • Hannes Etzlstorfer – Klaus Rumpler, 650 Jahre Stift Schlierbach (Schlierbach 2005).
Stiftsarchiv Schlierbach

Klosterstraße 1
A-4553 Schlierbach
Kontakt: P. Friedrich Höller OCist
 E-Mail:hoeller.friedrich[at]pptv.at

Die Bestände des Stiftsarchivs setzen sich aus dem Abteiarchiv und der ehemaligen Hofrichterregistratur zusammen. Zum Abteiarchiv gehören 1388 Urkunden (1296-1780), weiters 78 Akten aus der Zeit des Frauenklosters und der Administration, Personalien der Äbte und Kapitulare, Amtsbücher und Handschriften, Urbare (ab dem 14. Jahrhundert) sowie Chroniken. Die Registratur enthält Wirtschafts- und Verwaltungsakten sowie Amtsbücher des Stiftes und der Herrschaften Hochhaus, Messenbach und Mühlgrub.

Findmittel des Archivs: 
Stiftsbibliothek Schlierbach

Klosterstraße 1
A-4553 Schlierbach
Kontakt: P. Friedrich Höller OCist
E-Mail: hoeller.friedrich[at]pptv.at

Die Bibliothek umfasst etwa 45.000 Bände, 142 Inkunabeln und 40 Handschriften. Bemerkenswert ist der Sonderbestand der Bibliothek des ständischen Historikers und Späthumanisten Job Hartmann Enenkel, der über Enenkels Erben an das Stift gelangte.
Bibliotheksbeschreibungen: Fabian-Handbuch der historischen Buchbestände und Klosterbibliotheken in Österreich

Literatur zur Bibliothek: 
  • Nivard Frey, Beiträge zur Geschichte der Schlierbacher Bibliothek, in: Jahresbericht des Gymnasiums der Abtei Schlierbach 37 (1974), 1–9.
  • Kurt Holter, Beiträge zur Geschichte der Enenkel-Bibliothek, in: Mitteilungen des Oberösterreichischen Landesarchivs 14 (1984), 305–324.
  • Florian Zeller, Die Wiegendrucke der Stiftsbibliothek in Schlierbach, in: Mitteilungen des österreichischen Vereines für Bibliothekswesen 11/3 (1907), 105–118.
  • Klaus Rumpler, Job Hartmann von Enenkel und die Stiftsbibliothek Schlierbach, in: 650 Jahre Stift Schlierbach, Red. P. LudwigKeplinger, OCist, Schlierbach 2005.
  • Ferdinand Opll –Martin Scheutz, Der Schlierbach-Plan des Job Hartmann von Enenkel. Ein Plan der Stadt Wien aus dem frühen 17. Jahrhundert (Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 13, Wien–München 2014). 232 Seiten, mit drei Faksimile-Beilagen (Schlierbach-Plan, Angielini-Plan und Umzeichnung).
      
Musikarchiv des Stiftes Schlierbach

Klosterstraße 1
A-4553 Schlierbach

Kataloge des Musikarchivs: 
  • Katalog erstellt von Prof. Kantner
Anmerkungen zum Musikarchiv: 

Ausführliche Informationen zur Musikgeschichte des Stiftes Schlierbach auf: http://www.ooegeschichte.at/Stift_Schlierbach.1213.0.html

Sammlungen des Stiftes Schlierbach

Klosterstraße 1
A-4553 Schlierbach

Inventar der Sammlung(en): 
  • Hannes Etzlstorfer – Klaus Rumpler, 650 Jahre Stift Schlierbach (Schlierbach 2005) - CD-Beilage „Beschreibender Katalog der Kunstsammlungen“.
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