Was ist ein PAT?

Archivmaterial für die Lagerung von Fotos wird im Fachhandel oft als PAT-zertifiziert angegeben. Was ist damit gemeint?
Verpackungsmaterial für Archivgut wie Hüllen, Mappen, Umschläge, Schachteln, Alben und dergleichen bergen immer das Risiko, dass chemische Verbindungen von der Verpackung auf das Archivgut übergeben. Fotografien reagieren besonders sensibel auf unsachgemäße Lagerung. Sie vergilben und verfärben, bei historischen Fotografien lösen sich Beschichtungen ab.
Während Verpackungsmaterialien von Archivgut im Allgemeinen der Norm ISO 16245 entsprechen sollten (siehe dazu den Beitrag Normen), so gelten für Hüllen und Schachteln, in denen Fotografien archiviert werden, andere Standards. Sie sollten den PAT, den Photographic Activity Test bestanden haben. Aussagekräftig ist der PAT vor allem in Bezug auf Schwarz-Weiß-Fotomaterialien.
Der PAT ist eine Testmethode, um den möglichen chemischen Einfluss eines Verpackungsmaterials auf verarbeitetes Fotomaterial zu testen. Er besteht darin, zwei verschiedene Detektorarten mit dem Testmaterial während 15 Tage bei 70°C und 86 % relativer Luftfeuchte in einem Klimaschrank einzulagern. Der eine Detektor besteht aus fein verteiltem Silber in Gelatine auf einem Polyesterträger und simuliert chemische Reaktionen am Silberbild eines Fotomaterials. Der andere Detektor besteht aus nicht entwickeltem Schwarz-Weiß-Fotopapier und simuliert Schäden an der Gelatine (Vergilben eines Fotos). Der PAT-Test ist für Schwarz-Weiß-Fotografie optimiert.
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