Was ist archivwürdig?

Jürgen Treffeisen und Thomas Winkelbauer im Hörsaal des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung

In einem zum Bersten vollen Hörsaal des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung referierte Jürgen Treffeisen, stellvertretender Leiter des Generallandesarchivs Karlsruhe, am 23. März 2015 über den aktuellen Stand der archivischen Bewertungsdiskussion in Deutschland.
Zur schwierigsten und gleichzeitig wichtigsten Aufgabe der Archivarinnen und Archivare gehört die Entscheidung, was archivwürdig ist und was nicht. Sie müssen Unterlagen danach bewerten, ob sie für zukünftige Generationen bewahrt und gespeichert oder ob sie weggeworfen und gelöscht werden sollen. Lange Zeit, so Treffeisen, war das dem „Fingerspitzengefühl“ der Archivare überlassen, aber in den letzten dreißig Jahren wurden aufgrund archivwissenschaftlicher Analysen und Erkenntnisse Bewertungsmodelle erarbeitet. Er stellte einige Aspekte dar, die heute Grundlage jeder archivischen Bewertung sind. Aber die Diskussion geht weiter: Inbesondere die neuen elektronischen Unterlagen, mit denen die Archive heute konfontriert sind, führen, so Treffeisen, zu neuen Fragen in der Überlieferungsbildung.

Eine Zusammenfassung des Vortrags finden Sie im Anhang.

 

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