Stift Lambach in der Frühen Neuzeit

Die Teilnehmer des im November 2009 abgehaltenen Symposions zur Geschichte des Stifts Lambach in der Frühen Neuzeit haben ihre Vorträge zu Papier gebracht und präsentieren ein facettenreiches Bild der Klostergeschichte: Über barocke Kunst im und rund um das Stift, Theater, Musik, das dichterische Schaffen eines Stadelschreibers, den Umgang mit Geheimprotestanten im Raum Lambach, das Lambacher St. Josephsspital und die Rosenkranzbruderschaft, Wissenschaft und klösterliche Gelehrsamkeit, Schriftlichkeit im klösterlichen Lebensraum und den Lebensalltag der Mönche und Menschen Lambachs spannt sich der Bogen der behandelten Themen.
Schon die Tagung, die mit dem vollen Einsatz des Lambacher Abtes Maximilian Neulinger stattfand, war eine sehr gelungene Veranstaltung, und das nun erschienene Buch steht diesem Erfolg um nichts nach. Der gewichtige Band ist schon jetzt ein Standardwerk der österreichischen Klostergeschichte.
Die erfolgreiche Idee des Stiftes Lambach, eine Fachtagung mit hochkarätigen Beiträgern aus verschiedenen Disziplinen und Universitäten im Kloster zu veranstalten und damit weitere Forschung anzuregen, hat bereits Nachahmer gefunden. Ermutigt durch die gelungene Veranstaltung in Lambach war auch das Stift Herzogenburg anlässlich seines 900-jährigen Jubiläums im vergangenen Herbst Gastgeber einer historischen Tagung, deren Ergebnisse noch heuer publiziert werden sollen. Weitere Tagungen in anderen Klöstern werden folgen.

Stift Lambach in der Frühen Neuzeit. Frömmigkeit, Wissenschaft, Kunst und Verwaltung am Fluss. Tagungsband zum Symposion im November 2009. Hrsg. von Klaus Landa, Christoph Söttinger und Jakob Wührer (Linz: OÖ Landesarchiv 2012), 688 S., 38,00 Euro, ISBN 978-3-902801-10-4.

 

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