Projekt Klosterwappen

Heraldisch interessierte Historikerinnen und Historiker arbeiten derzeit an einem Projekt zur Erfassung der österreichischen Klösterwappen. Ziel ist es, alle Prälaten und deren Wappen von ca. 1500 bis heute zu dokumentieren. Für jeden Klostervorsteher werden seine Lebens- und Regierungsdaten, sonstige relevante Angaben sowie sein Wappen in Abbildung und Blasonierung geboten.

Die gesammelten Daten werden auf geeignete Weise publiziert und so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf diese Art entsteht ein Nachschlagewerk zu einer historisch bedeutsamen Personengruppe und ihrer Wappen, die bisher in der Forschung viel zu wenig Beachtung gefunden haben.

Beispiel: Benediktinerstift Altenburg, Honorius Burger, geb. 1788 in Horn, Profess 1810, Abt 1842–1878, gest. 1878 in Altenburg.

(aus: Siebmacher, Die Wappen der Bistümer und Klöster)

Wappen (farblos überliefert): Zwei Schilde, rechter Schild: gespalten, rechts aus dem Schildrand wachsender Arm einen Krummstab haltend, links drei aus einem Berg wachsende Blumen (Stiftswappen); linker Schild: geteilt, oben ein gekrönter Adler, unten ein gekrönter Basilisk. Oberwappen: Engel, Mitra, Krummstab.

Derzeitige Mitarbeiter: Horst Doležal (Heraldisch-Genealogische Gesellschaft Adler), Michael Göbl (Österreichisches Staatsarchiv), Hermann Hayn (MedUni Wien), Irene Rabl (Stiftsarchiv Lilienfeld) und Wolfgang Szaivert (Heraldisch-Genealogische Gesellschaft Adler).

Irene Rabl

Farbbalken