Neues Museum am Sonntagsberg

Schatzkammer Sonntagberg

Dass die Wallfahrtskirche am niederösterreichischen Sonntagberg eine reiche Sammlung an Votivgaben und Devotionalien besitzt, war bekannt. Aber der Reichtum, der jetzt im neuen Museum präsentiert wird, ist überwältigend.

Stift Seitenstetten, das am Sonntagberg bereits vor 500 Jahren eine erste Kapelle und später eine prachtvolle Barockkirche errichten ließ, beauftragte gleichzeitig mit der Kirchenrestaurierung auch eine Inventarisierung der Schatzkammer. Diese wurde von der Mitarbeiterin des St. Pöltner Diözesankonservatorats Eva Voglhuber durchgeführt. Sie unterbreitete auch Vorschläge für eine würdige Präsentation der kostbaren und kulturhistorisch überaus spannenden Stücke in Räumlichkeiten, die hinter dem Hochaltar liegen und jahrelang nur als Abstellräume genutzt wurden.

Entstanden ist ein wirklich sehenswertes Museum. Das historische Mobiliar wurde für die Präsentation benutzt, wodurch die Räume den intimen Charakter der nichtmusealen Aufbewahrung behalten. Überaus eindrucksvoll ist die Fülle der gezeigten Objekte. Hier finden sich wahre Prunkstücke barocker Goldschmiedekunst neben den Gaben und Erinnungsstücken einer berührenden Volksfrömmigkeit, die in der Präsentation mit viel Fingerspitzengefühl behandelt werden. Viel Alltags- und Frömmigkeitsgeschichte wird dem Besucher hier eindrucksvoll nahegebracht, stets respektvoll, manchmal auch augenzwinkernd. Hier kann man noch wahre Kleinodien entdecken und auch eine neue Sichtweise auf manche Kuriosität finden. Herzliche Gratulation zu diesem gelungenen Wurf!

 

 

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