Münzen online

Katalog des Münzkabinetts Berlin

Bilddatenbanken im Internet sind eine gute Hilfe bei der Katalogisierung einer Münzsammlung. Viele Klöster haben Münzkabinette oder kleinere numismatische Sammlungen. Denn die Münzkunde war einst ebenso beliebt und verbreitet wie heute die Philatelie.

Die Münzsammlung der Staatlichen Museen zu Berlin (Preußischer Kulturbesitz) gehört zu den größten und bedeutendsten. Der Interaktive Katalog des Münzkabinetts wurde kürzlich um Personennormdaten erweitert. Zu 1.400 Münzherren stehen nun Informationen und Links zur Verfügung. Die Berliner Bilddatenbank bietet auch Suchfunktionen nach Epochen und Orten. Am besten vertreten sind Münzen der römischen Kaiserzeit. Aus dem heutigen Österreich sind nur 108 Stück erfasst. Die Liste der Münzen in der Bilddatenbank des Kunsthistorischen Museums in Wien erbringt allerdings nur 23 Treffer. Weitere nützliche Internetressourcen findet man in der Linksammlung Numismatik des Instituts für archäologische Wissenschaften der Universität Bern.

Seit der Renaissance gehört die Münzkunde zum Bildungskanon des Polyhistors, also des umfassend und vielfältig Gelehrten. Besonders antike Münzen galten als Fenster in eine ferne und bewunderte Vergangenheit. Münzen und Medaillen waren Teil der fürstlichen ebenso wie der klösterlichen Kunst- und Wunderkammern. Im 18. Jahrhundert erhielt die Numismatik ein wissenschaftliches Regelwerk und eigene Münzkabinette wurden eingerichtet. Im 19. Jahrhundert wurde das Sammeln von Münzen auch in bürgerlichen Haushalten zu einer Passion. Münzen und Medaillen gehören heute zum kulturellen Erbe jedes österreichischen Stifts und zahlreicher anderer Ordensgemeinschaften.

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