Kunsthaus Marianna

Kunsthaus Marianna (Foto: Barmherzige Brüder)

Die Zeitschrift der Barmherzigen Brüder „Granatapfel“ berichtet in ihrer Sommerausgabe 2013 von einer sehr schönen Unternehmung der Elisabethinen von Klagenfurt. Diese hatten nämlich für ihre Sammlungen ein exquisites kleines Schaudepot eingerichtet.
Die Elisabethinen in Klagenfurt hatten im 18. Jahrhundert eine große Freundin und Wohltäterin ihres Klosters und ihres Krankenhauses: Erzherzogin Maria Anna, genannt „Marianna“, eine Tochter von Kaiserin Maria Theresia. Sie errichtete direkt neben dem Kloster der Ordensfrauen ein Palais, das sie bewohnte. Aus ihrem Nachlass erbten die Elisabethinen unter anderem eine Sammlung von 400 Gemälden, unter denen eine Serie von Habsburgerportraits besonders bedeutend ist. Außerdem besitzt die Ordensgemeinschaft viele wertvolle historische Paramente, darunter die liturgischen Gewänder, die die Erzherzogin selbst für ihre Beerdigung angefertigt hatte.
Die Schwestern wollten keinen Museumsbetrieb für ihre schöne Sammlung, aber die Dinge doch für Interessierte und Forschende zugänglich machen. Die Idee eines Schaudepots, in dem die Sammlungstücke sicher verwahrt sind und auf Anfrage besichtigt werden können, ist für eine Ordensgemeinschaft eine sehr gute Lösung. Der Stifterin wird eine würdige Memoria geschenkt und den nachfolgenden Generationen bleibt ein kostbares Stück Ordensgeschichte erhalten.

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