Kirchenlehrerin Hildegard

Hildegard von Bingen, Miniatur aus dem Buch Scivias (um 1165).

Am Sonntag, den 7. Oktober 2012, wurde die Heilige Hildegard von Bingen (1098–1179) zur Kirchenlehrerin erhoben. Die Anerkennung eines Theologen und Heiligen als Kirchenlehrer, womit nicht nur die Heraushebung seines Festtags im liturgischen Kalender verbunden ist, sondern auch die Vorrangigkeit seiner Lehre im theologischen Beweisgang, war die längste Zeit reine Männersache. Erst ab 1970 erfolgte mit der Erhebung der hl. Therese von Avila und der hl. Katharina von Siena, später auch der hl. Therese von Lisieux eine Anerkennung der Theologie, die von Frauen gelehrt wurde. Insgesamt gibt es 31 Kirchenlehrer und 4 Kirchenlehrerinnen.

Hildegards Hauptwerk „Scivias“ („Wisse die Wege“) handelt von der Erlösung Christi und den Gnadenwerken seiner Kirche und ihr „Liber Vitae meritorium“ ist ein Lehrbuch der christlichen Ethik. Ihre Bücher zählen zu den ältesten Schriften der deutschen Mystik. Bekannter sind allerdings ihre medizinischen und naturwissenschaftlichen Arbeiten. Ihre Bücher über das Heilen mit Pflanzen und Steinen inspirierte zahlreiche Gesundheitsratgeber der „Hildegardmedizin“.

Eine Bibliographie der Werke von und über Hildegard von Bingen können Sie hier herunterladen:

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