Iter Austriacum

Im Rahmen des Institutsseminars „Bloggen in der Geschichtswissenschaft“ (organisiert von Thomas Stockinger und Maria Rottler) am Institut für Österreichische Geschichtsforschung in Wien wurde am 14. Dezember 2015 ein neues Handschriftenblog vorgestellt. Christoph Egger und Kathrina Kaska, beide in der Handschriftenforschung aktiv und auch in vielen Klosterbibliotheken unterwegs, präsentierten Iter Austriacum. Es ist ein Blog über „Forschungen, Beobachtungen und Anmerkungen zu Handschriften, alten Büchern und Bibliotheksgeschichte“. Das Blog ist brandneu und ging vor wenigen Tagen online. Katharina Kaska erzählte, wie die Idee zum Blog aus der Arbeitsgruppe der jungen Handschriftenforscherinnen und -forscher am Institut erwuchs. Und Christoph Egger fügte hinzu, dass schon viel über mittelalterliche Handschriften geforscht worden sei, aber es noch mindestens ebenso viel zu entdecken gäbe.

Die Bezeichnung des Blogs ist auch sein Programm. Das Blog knüpft an die Berichte von Forschungsreisenden des 19. Jahrhunderts an, die interessante Funde in Handschriften österreichischer (und anderer) (Stifts)bibliotheken in knapper Form zusammengefasst publizierten. Solche Kurznachrichten aus der faszinierenden Welt alter Manuskripte und Codices sollen nun online veröffentlicht werden, natürlich mit entsprechenden Bildern. Im ersten Beitrag berichtet Katharina Kaska von der Wiederauffindung eines Teils des bereits verloren geglaubten Einbands einer Papyrushandschrift, des Hilariuscodex „Über die Dreifaltigkeit“, in der Österreichischen Nationalbibliothek. Angekündigt wurden Beiträge über Handschriften der ehemaligen Dominikanerklöster Friesach und Graz, die sich in der Handschriftensammlung des Wiener Dominikanerkonvents befinden. Man darf auf weitere Berichte gespannt sein.

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