Gerald Hirtner erhält Rohracher-Preis

Salzburger Nachrichten vom 17. 12. 2016

Dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Ordensarchive Österreichs und Archivar der Erzabtei St. Peter Dr. Gerald Hirtner wurde am 15. Dezember 2016 vom Salzburger Erzbischof Franz Lackner der Förderungspreis des Erzbischof-Rohracher-Studienfonds verliehen. Er erhielt ihn für seine hervorragende und mittlerweile auch in Buchform erschienene Doktorarbeit Netzwerk der Tugendhaften: Neuzeitliche Totenroteln als historische Quelle. Wir gratulieren sehr herzlich!

In seiner Dankesrede wies Gerald Hirtner auf die Bedeutung der Archive und der Geschichtsforschung hin: „Wie eine Welt ohne Archive und letztlich ohne Erinnerung aussehen könnte, lässt sich beim amerikanischen Autor Aldous Huxley nachlesen. Im utopischen Roman „Brave new world“ (Schöne neue Welt) beschreibt er die negative Vision einer geschichtslosen Gesellschaft, einer Gesellschaft ohne Religion, ohne Identität, ohne Freiheit, ohne Willen. Es ist letztlich eine totalitäre Gesellschaft. Eine der Lehren, die man als Leser daraus ziehen mag: Erinnerung ist nicht alles, aber ohne Erinnerung ist alles nichts.“

Der Studienfonds wurde im Jahr 1972 von Erzbischof Eduard Macheiner errichtet. Zweck des Fonds ist die Durchführung von Forschungsaufgaben auf dem Gebiet der Kirchengeschichte, des Kirchenrechts, der Kunst- und Musikgeschichte sowie von Forschungsarbeiten, die zur Bewältigung pastoraler Aufgaben der Erzdiözese dienen. Alle drei Jahre vergibt der Fonds Förderungspreise für bemerkenswerte und thematisch mit der Erzdiözese Salzburg in Verbindung stehende Arbeiten aus den oben angeführten Fachgebieten.

 

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