Der Ordenskalender vom 25. bis 31. Oktober

Rosenkranz von Sr. Restituta Kafka (Franziskanerinnen von der christlichen Liebe)

Am 27. Oktober feiert der Trappistenorden seinen „Gründer“ Armand Jean Le Bouthillier de Rance (1626-1700). Der Abt des französischen Zisterzienserklosters La Trappe führte Reformregeln wie strenge Klausur, harte Feldarbeit, Askese und Schweigepflicht ein, die von mehreren Männer- und Frauenklöstern übernommen wurden. Zu dem Zisterzienser-Reformzweig, der seit 1902 „Orden der Zisterzienser von der strengeren Observanz“ heißt, gehören heute 2.100 Mönche in 100 Männerklöstern sowie 1.800 Nonnen in 70 Frauenklöstern auf allen Kontinenten. Das einzige heimische Trappistenkloster ist das an der oberösterreichischen Donau unterhalb von Passau gelegene Stift Engelszell, in dem neun Mönche leben. Ihr Tagesrhythmus ist bis heute von sieben gemeinsamen Gebetszeiten, Lesung und körperlicher Arbeit bestimmt. (Info: www.stift-engelszell.at)

Der 29. Oktober ist Gedenktag von Maria Restituta Kafka (1894-1943), der bekanntesten Vertreterin der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe, kurz „Hartmannschwestern“ genannt. Die 1998 Seliggesprochene war am 30. März 1943 von den Nationalsozialisten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ hingerichtet worden, nachdem sie sich als OP-Schwester im Krankenhaus Mödling leidenschaftlich für ihren Glauben eingetreten war. Entstanden war der Orden am ehemaligen Krankenhaus in Wien-Wieden, wo der Direktor 1848 nach geistlichen Schwestern für die Krankenpflege suchte, die 1857 eine eigene Gemeinschaft gründeten. Dessen Name stammt von der Adresse des Mutterhauses und Klosterspitals in der Wiener Hartmanngasse. Heute gehören 81 Schwestern dem Orden an, der außer in Wien auch Niederlassungen in Kirchberg am Wechsel, Sittendorf, Rom, Argentinien und Paraguay hat. (Infos: www.franziskanerinnen.org)

Die „Oblatinnen des heiligen Franz von Sales“ feiern am 30. Oktober ihren Gründungstag im Jahr 1868. Die junge Französin Leonie Aviat (1844-1914) und der Priester Alois Brisson (1817-1908) errichteten damals in der Stadt Troyes eine rasch wachsende Gemeinschaft, die zuvor als „Arbeiterinnenwerk des Heiligen Franz von Sales“ begonnen hatte. Heute sind die Oblatinnen ein weltweiter Orden mit Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika sowie im südlichen Afrika. Die 400 Ordensschwestern sind vor allem in de Jugendarbeit tätig. 1898 kamen die ersten Schwestern nach Österreich, wo sie bis heute in einem Schülerinnenheim in Wien, in Linzer Fachschulen und in einem Mädcheninternat in Oberneukirchen tätig sind. (Infos: www.oblatinnen.at)

Quelle: www.kathpress.at

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