Der Ordenskalender vom 22. bis 28. November

Piaristenkirche Maria Treu in Wien, Josef-Calasanz-Altar, Gemälde von Carl Rahl, 1840

Das Christkönigsfest am 22. November ist ein besonderes Fest für die Missionarinnen Christi. Die relativ junge Gemeinschaft wurde 1956 von Christian Moser, dem damaligen Provinzial der Herz-Jesu-Missionare, gegründet. Heute umfasst der Orden 131 Mitglieder in drei Regionen - Deutschland/Österreich, Kongo-Südafrika und Brasilien. Ursprünglich war der Orden in Zaire in der Mission tätig - 1958 begannen die ersten Missionsschwestern dort ihren Dienst. In der Region Deutschland/Österreich leben heute 92 Schwestern in vorwiegend kleinen Wohngemeinschaften. In Wien wohnen drei Missionarinnen in einer Wohngemeinschaft im 23. Bezirk - darunter Schwester Ruth Pucher, die für das Projekt www.ordentlich.at verantwortlich zeichnet. (www.missionarinnen-christi.de)

Am 23. November feiert die Zisterzienserabtei Mehrerau ihren Gründer, den Heiligen Kolumban. Seit 1854 leben Mönche in geistlicher Gemeinschaft. Strukturiert ist der Tagesablauf der derzeit 13 Patres und sechs Brüder nach dem Motto „ora et labora“. Die Abtei Wittingen-Mehrerau ist als Territorialabtei kirchenrechtlich direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt. Der Abt - zurzeit Anselm van der Linde - hat eine Jurisdiktion vergleichbar mit der eines Diözesanbischofs und ist Mitglied der österreichischen Bischofskonferenz. Zugleich ist er Abtpräses der Mehrerauer Zisterzienserkongregation mit über 20 Klöstern in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Slowenien und den USA. Zum Kloster gehören neben einem privaten Gymnasium für Burschen auch eine Tischlerei und eine Gastwirtschaft. Das Sanatorium Mehrerau, die erste stationäre Hospizeinrichtung in Vorarlberg, steht seit 2015 im Eigentum des Landes Vorarlberg. Das Grundstück ist allerdings im Besitze des Klosters geblieben. Betrieben wird das Sanatorium von der Caritas. (http://www.mehrerau.at)

Ihren Gründer feiert am 23. November auch die Kongregation der Benediktinerinnen der Anbetung. Der Priester Alois Faller rief die Kongregation 1851 in Frankreich ins Leben. 1903 kamen die Schwestern nach Wien. Heute ist Wien eine eigene Provinz und verfügt über zwei Häuser. Im Provinzhaus St. Benedikt in der Liebhartstalstraße leben 21 Schwestern, in der Niederlassung St. Rafael in der Molitorgasse fünf. In den beiden Häusern betreiben die Schwestern Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche, die auf Grund von Behinderung oder belastender Lebenserfahrungen einer außerfamiliären Betreuung bedürfen. Weltweit hat die Kongregation drei Provinzen - eine in Frankreich, eine in Deutschland und die Wiener Provinz. (http://www.osb-wien.at)

Der 27. November ist der Gründungstag der ersten öffentlichen und unentgeltlichen Volksschule durch den Heilige Josef Calasanz (1597). Der Heilige gilt auch als Gründer des Piaristenordens. 1621 wurde die von ihm gegründete Genossenschaft „Regulierter Kleriker der frommen Schulen“, bekannt unter dem Namen Piaristen, als Orden vom Papst anerkannt. Calasanz wurde 1767 heiliggesprochen. Anlässlich seines 300. Todestages 1948 erhob ihn Papst Pius XII. zum Patron der Katholischen Schulen. In Österreich ist der Piaristenorden heute in Wien in den Pfarren „Maria Treu“ und „St. Thekla“ sowie in Krems und Horn tätig. Im Geist des hl. Joseph Calasanz sind mehrere weitere weibliche und männliche Ordensgemeinschaften entstanden, darunter die 1889 in Wien vom seligen Anton Maria Schwartz gegründeten Kalasantiner. (www.piaristen.at)

Die Steyler Missionsschwestern begehen am 28. November den Tag ihrer Mitgründerin, der Seligen Helena Maria Stollenwerk (1852-1900). Die Missionsschwestern mit ihren insgesamt rund 3.100 Mitgliedern sind in 50 Ländern tätig. Die 150 Schwestern umfassende österreichische Ordensprovinz, zu der heute außer dem Bundesgebiet auch Südtirol und Rumänien gehören, datiert auf das Jahr 1912 zurück, als in Stockerau ein Kloster gegründet wurde, in dem über 300 junge Frauen ihre Ausbildung für die Missionstätigkeit in aller Welt erhielten. Tätigkeitsbereiche sind die geistliche Begleitung, Exerzitienarbeit, Ordenskrankenhäuser, Seniorenheime, Schubhaftseelsorge, karitative Diensten sowie der Verein „Solwodi“ für ehemalige Prostituierte und Opfer von Menschenhandel. (www.ssps.at)

Quelle: www.kathpress.at

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