Der Ordenskalender vom 1. bis 7. November

"Jubilate Deo", Mottete zum Fest des hl. Johannes des Täufers, um 1600 (Musikarchiv Stift Stams)

Am 2. November gedenkt das Säkularinstitut „Societas de Imitatione Christi“ ihres Mitbegründers Albert Marie Boegle (1895-1953). Gemeinsam mit Gertrud Biegenzein (1903-1996) gründete er 1925 eine Gemeinschaft, die sich an den Grundsätzen des Jesuiten-Heiligen Ignatius von Loyola orientierte. 1947 wurde die Gemeinschaft vom Wiener Kardinal Theodor Innitzer anerkannt. Sechs Mitglieder betreiben das Seminarhaus „Hohe Warte“ in Wien-Döbling, die anderen sind in verschiedensten Orten und Zivilberufen meist sozialer Ausrichtung tätig. (Infos: www.haushohewarte.at)

Der 4. November als Gedenktag des Mailänder Kardinals und Gegenreformators Karl Borromäus (1538-1584) wird im Besonderen bei den „Missionaren des hl. Karl Borromäus“ sowie bei den Borromäerinnen gefeiert. Die „Priesterbruderschaft der Missionare des heiligen Karl Borromäus“ wurde erst 1985 gegründet und erhielt 1999 die päpstliche Anerkennung als Gesellschaft des apostolischen Lebens. Sie ging hervor aus der kirchlichen Laienbewegung „Comunione e Liberazione“ („Gemeinschaft und Befreiung“). Mitglieder der Bruderschaft arbeiten seit 1996 in der Erzdiözese Wien, wo sie bis 2012 die Pfarre Dornbach betreuten und anschließend die Pfarre Rossau („Servitenkirche“) übernahmen. Die Mitbrüder sind heute in 20 Ländern auf fünf Kontinenten missionarisch tätig, vor allem in Pfarren, Schulen und Universitäten. Ihr bekanntester Vertreter ist Paolo Pezzi, Erzbischof der Erzdiözese Mutter Gottes von Moskau und seit 2011 Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz Russlands. (Infos: www.karlsbruderschaft.org)

Wesentlich älteren Ursprungs sind die „Borromäerinnen“, deren Anfang 1652 in einem nach dem heiligen Karl Borromäus benannten Haus im französischen Nancy war, in dem sie Arme und Kranke pflegten. 1837 wurde die Kongregation in Prag neu gegründet, von wo aus neue Niederlassungen - darunter ab 1854 auch in Österreich - entstanden. Heute sind die Schwestern in Wien mit dem Altenwohnheim St. Carolus und dem für Schwestern geführten Marienheim vertreten, mit Kindergärten in Wien-Rodaun und Grieskirchen sowie mit Altenheimen in Stadl-Paura und Bad Goisern. Die Leitung weiterer Altenheime in Bad Ischl, Gmunden und Stadl-Paura wurden 2001 der „St. Anna-Hilfe für ältere Menschen GmbH“ übertragen. Wesentlich trugen österreichische Borromäerinnen auch zu Gründungen in Mexiko bei, die seit 1979 allerdings von einheimischen Schwestern geleitet werden.

Im Tiroler Stift Stams ist am 5. November Weihetag der Stiftskirche, die seit 1984 eine „basilica minor“ ist. Das Zisterzienserkloster wurde 1273 von Graf Meinhard II. von Görz-Tirol gegründet, war lange Zeit Wirtschaftszentrum der Region, wurde im Zuge der Bauernaufstände geplündert und nach Auflösung im Josephinismus 1816 durch Kaiser Franz I. wiedererrichtet. Ein weiterer Neustart wurde 1945 nach der Auflösung während der NS-Zeit gewagt. Heute ist die Abtei u.a. für sein Skigymnasium, ein weiteres Gymnasium und eine dazugehörige kirchliche pädagogische Hochschule bekannt, sowie für zahlreiche Kulturschätze wie den frühbarocken Lebensbaum-Altar, Rosengitter und Mönchschor sowie eine große Sammlung von Marienikonen. Das Stift führt zudem eine Bäckerei, einen Obstgarten, eine Schnapsbrennerei, eine Alm und zwei Wasserkraftwerke. (Infos: www.stiftstams.at)

Quelle: www.kathpress.at

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