Das älteste Buch Österreichs online

Verbrüderungsbuch von St. Peter

Am 22. Jänner 2015 stellte die Erzabtei St. Peter die Digitalisate des Verbrüderungsbuchs auf ihrer Website ins Internet und gab damit den Forscherinnen und Forschern, aber auch allen Interessenten einfachen Zugang zum ältesten Buch, das in Österreich geschrieben wurde. Im vergangenen Jahr wurde der Pergamentcodex von der UNESCO in das Memory of the World-Register aufgenommen. Eigentlich sehr schön, dass ein Buch, das von denen, die es schrieben, der Memoria, der ewigen Erinnerung, gewidmet ist, bis heute im Gedächtnis geblieben ist.

Das Verbrüderungsbuch wurde im 8. Jahrhundert in der Regierungszeit von Virgil, Abt von St. Peter und Bischof von Salzburg angelegt. Es ist ein Namenbuch, in denen die Namen derer eingetragen wuirden, die zur Gebetskonföderation von St. Peter gehörten und hineingenommen wurden in das Gebet der Mönche. Das waren nicht nur Bischöfe, Äbte und Mitbrüder und Mitschwestern des eigenen und anderer Klöster, das waren auch Könige und Fürsten, Stifter und Adel, Lebende und Tote. Aber auch die Namen der Patriarchen und Propheten des Ersten Testaments finden sich darin. Im Gedenken an alle diese Menschen vernetzte sich das Kloster mit der gesamten Heilsgeschichte und wurde ein betender Teil davon. Von Generation zu Generation wurde diese Gedenken tradiert. Bis heute betet man in St. Peter und in allen Klöstern für jene, die uns vorangegangen sind.

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