Bestandserhaltung

Papier

Lothar Müller, Weisse Magie. Die Epoche des Papiers

Man könnte meinen, ein Buch über die Geschichte und die Beschaffenheit des Papiers müsse per se eine trockene Angelegenheit sein, zumindest eine technische. Das nunmehr in Paperback erschienene Buch des Feuilletonisten Lother Müller beweist das Gegenteil. Müller versorgt seine Leser mit einer Fülle an Wissenswertem zu allen Aspekten des Papiers und seiner Rolle in der Geschichte der Menschheit – angefangen von seiner Erfindung in Asien und Arabien über den Aufstieg zu Aktenbergen in Europa, von der Druckerpresse über den Zettelkasten bis zur Laterna magica.

Kirchliches Bibliotheksgut in Österreich

Bibliothek im Servitenkloster Innsbruck (aus Schamberger, Bestandssicherung, S. 61)

Karin Schamberger, Salzburger Diözesanbibliothekarin und Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft katholisch-theologischer Bibliotheken in Österreich, hat ihre Abschlussarbeit am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin dem Thema „Bestandssicherung von historischem kirchlichen Bibliotheksgut in Österreich“ gewidmet.

Beschattung einer Stiftsbibliothek

Stiftsbibliothek Lilienfeld, Ansichtskarte um 1920

Der barocke Bibliotheksraum des Stiftes Lilienfeld hat schöne, große Fenster, durch die viel Sonnenlicht in den Saal scheint. Zu viel Sonne ist aber schädlich für Bücher. Darum wurden jetzt in der Bibliothek moderne Maßnahmen zur Beschattung der Stiftsbibliothek ergriffen. Die Archivarin und Bibliothekarin von Lilienfeld Irene Rabl berichtet:

Handbuch Historische Fotografie

Timm Starl, Bildbestimmung

Die Fotogeschichte ist mittlerweile eine Wissenschaft für sich, aber nun gibt es ein Handbuch, mit dem man im Archiv selbst eine Bestimmung seiner Bilder vornehmen kann. Der renommierte Fotohistoriker und Gründer der Zeitschrift Fotogeschichte Timm Starl hat einen übersichtlichen, gut verständlichen Ratgeber für die Identifizierung und Datierung von Fotografien von 1839 bis 1945 vorgelegt.

Handhabung und Lagerung von mobilem Kulturgut

Das vom Landschaftsverband Rheinland herausgegebene Taschenbuch ist eine nützliche Publikation für all jene, die Kulturgut in unterschiedlicher Form richtig lagern und pflegen wollen. Gegliedert ist die Handreichung in drei Teile, wobei anfangs allgemeine Voraussetzungen im Depot beschrieben werden. Hier finden sich Angaben zum Klima, zum Licht und zu den richtigen Lagermaterialien. Der zweite Teil widmet sich dem mobilen Kulturgut und hier besonders der Verpackung, dem Transport usw.

Paramente!

Die Congregatio Jesu (ehem. „Englische Fräulein“) hat ihren einmaligen und historisch wie kulturell ungemein bedeutenden Bestand an Paramenten im Jahr 2010 dem Diözesanmuseum von St. Pölten als Dauerleihe übergeben. Die Sammlung umfasst nicht nur liturgische Gewänder, sondern auch Antependien für den Altar im ehemaligen Kloster in St. Pölten sowie, und das ist besonders reizvoll und rar, eine bis in die Barockzeit zurückreichende Kollektion von Stickmustern, die den Schwestern, die lange eine Paramentenwerkstatt hatten, als Vorlagen dienten.

Einführung in die Sammlungspflege

Am 14./15. März 2013 bietet das Referat für die Kulturgüter der Orden gemeinsam mit dem Seminarprogramm „Fortbildung Kirchenpflege“ des Kunstreferats der Diözese Linz ein Seminar zur Einführung in den Umgang mit Kulturgütern und Sammlungen in Ordensgemeinschaften an.

Folgende Themen werden behandelt werden: Was sind aufhebenswerte Kulturgüter? Wie pflegt man eine Sammlung? Was ist beim Verleihen von Kunstobjekten an Ausstellungen zu bedenken? Wie inventarisiert man Bilder, Plastiken, Textilien oder historische Objekte?

Farbbalken