AGOA 2013 in St. Ottilien

Erzabtei St. Ottilien

Neues von den deutschen Ordensarchiven war bei der Jahrestagung der AGOA von 8.–10. April 2013 zu erfahren. Rund achtzig Archivarinnen und Archivare aus Deutschland, aber auch aus der Schweiz und Österreich, hatten sich bei den Missionsbenediktinern in der Erzabtei St. Ottilien versammelt. Die Tagung begann mit Werkstattberichten aus sechs deutschen Ordensarchiven, die interessante Einblicke in Archiv- und Bestandsgeschichten gaben. Im Abendvortrag trug P. Cyrill Schäfer sehr anschaulich über die Geschichte seines Heimatklosters St. Ottilien vor und sparte dabei auch die weniger erbaulichen Abschnitte der Hausgeschichte nicht aus.

Der zweite Tag war archivpraktischen Fragen gewidmet. Friedrich Wetter, der Registraturleiter im Generalvikariat des Erzbistums Köln, referierte über die Aufgaben der elektronischen Schriftgutverwaltung und strich dabei die Vorteile eines Dokumentenmanagementsystems heraus. Claudia Kauertz von der Archivberatungsstelle des Landschaftsverbands Rheinland stellte einen Notfallkoffer vor, welcher Materialien für die Erstversorgung von beschädigten Archivalien nach Wasserrohrbrüchen und Hochwasser beinhaltet. Am Nachmittag unternahm die Gruppe unter kundiger Führung von Brigitte Klemenz, Archivarin der Abtei St. Bonifaz in München, eine Exkursion auf den Heiligen Berg von Andechs und in die eindrucksvolle Asamkirche der ehemaligen Zisterzienserabtei Fürstenfeld.

Am letzten Tag hielt die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ordensarchive ihre statutengemäße Jahresversammlung. Zur AGOA siehe auch www.ordensarchive.de.
Außerdem wurde eine gemeinsame Tagung der deutschen und österreichischen Ordensarchive vereinbart. Diese wird von 13.-15. April 2015 voraussichtlich in Schloss Puchberg/Wels stattfinden.
Einen ausführlichen Bericht über die Vorträge erhalten Sie hier als Download.

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