Prämonstratenser Chorherrenstift Schlägl

Schlägl 1
A-4160 Aigen im Mühlkreis
Tel: +43 - (0)7281 - 88010

GruenderIn/StifterIn: 
Kalhoch von Falkenstein; Bischof Wolfger von Passau
Geschichte: 

Der Passauer Ministeriale Kalhoch von Falkeinstein gründete 1204 in Schlägl ein Zisterzienserkloster, das aber keinen Bestand hatte. Wann genau an seiner Stelle das Prämonstratenserkloster errichtet wurde, ist heute nicht mehr nachweisbar. Traditionell gilt 1218 als das Gründungsjahr - aufgrund einer zu diesem Jahr gefälschten Urkunde, die eine Abhängigkeit des Klosters zum ehemaligen Stift Mühlhausen in Böhmen festschrieb.
Nach den Hussiten- und Bauernkriegen erfolgten unter Propst Crispin Fuck (1609–1622) und Martin Greysing (1627–1665) bauliche Erneuerungen des Klosters. 1657 wurde das Kloster zur Abtei erhoben.
1850 wurde das Stift durch einen Brand weitgehend zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte unter Abt Dominik Lebschy, der von 1861 bis 1868 das Amt des Landeshauptmanns von Oberösterreich bekleidete. Ab 1924 wurde im Stift eine Landwirtschaftsschule betrieben, die 1930 ein eigenes Schulgebäude erhielt. 1941 wurde das Stift enteignet, nach dem Krieg erfolgte eine umfassende Restaurierung des Klosters.
  

Werke und Pfarren: 
  • Inkorporierte Pfarren: Aigen-Stift Schlägl, Haslach, Klaffer, Oepping, Rohrbach, St. Oswald bei Haslach, Schwarzenberg, Ulrichsberg.
  • Vom Stift Schlägl betreute Pfarren (Stift St. Florian inkorporiert): St. Johann am Wimberg, Kleinzell.
  • Der Diözese Linz zugehörige Pfarren: Altenfelden, Altenhof im Mühlkreis, Arnreit, Helfenberg, Julbach, Kirchberg ob der Donau, Kollerschlag, Linz/Heilige Familie, Neufelden, Obermühl, Peilstein, Putzleinsdorf, Pfarrkirchen im Mühlkreis, Rannariedl, St. Stefan am Walde, Sarleinsbach.
  • Stift Schlägl Seminarzentrum
Publikationen der Ordensgemeinschaft: 
  • Schlägler Schriften, Studien und Forschungen zur Geschichte und Kultur des Stiftes Schlägl und seiner Pfarreien 1.1971-
  • Lumen. Magazin für die Freunde des Stiftes Schlägl, 1.2007 (vorher: Schlägl intern. Mitteilungsblatt des Stiftes Schlägl an seine Mitglieder und Freunde)
Literatur: 
  • Laurenz Pröll, Geschichte des Prämonstratenserstiftes Schlägl im oberen Mühlviertel (Aigen 2. Aufl. 1980).
  • Alois Zauner, Zur Frühgeschichte des Stiftes Schlägl, in: Festschrift Gerhard Winkler zum 70. Geburtstag. Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereins, Gesellschaft für Landeskunde 149 (Linz 2004) 327-393.
Stiftsarchiv Schlägl

Schlägl 1
A-4160 Aigen im Mühlkreis
Kontakt: Petrus Bayer OPraem
E-Mail: petrus[at]stift-schlaegl.at

Das Archiv enthält die Überlieferung klösterlichen Schriftguts sowie des Herrschafts- und Wirtschaftsarchivs. Es wurde in den 1950er Jahren neu geordnet und erschlossen.

Bibliothek des Stiftes Schlägl

Schlägl 1
A-4160 Aigen im Mühlkreis
Kontakt: Petrus Bayer OPraem
E-Mail: petrus[at]stift-schlaegl.at

Die Bibliothek umfasst ca. 100.000 Bände, rund 260 Handschriften, 177 Inkunabeln.
Siehe Fabian-Handbuch der historischen Buchbestände und Klosterbibliotheken in Österreich

Kataloge der Bibliothek: 
Musikarchiv des Stiftes Schlägl

Schlägl 1
A-4160 Aigen im Mühlkreis

Kataloge des Musikarchivs: 
Literatur zum Musikarchiv: 
  • Rupert Gottfried Frieberger,  Kirchenmusikpflege an der Praemonstratenserabtei Schlägl von 1838 (Beginn der Regierung des Abtes Dominik Lebschy) bis 1941 (Beschlagnahme des Stiftes durch das nationalsozialistische Regime) (Musikwissenschaftliche Beiträge der Schlägler Musikseminare 7, Steinbach a. d. Steyr 2008).
  • Rupert Gottfried Frieberger, Musikpflege in Schlägl durch die Jahrhunderte, in: Ordensnachrichten 4 (2011), 19-30.

 

Sammlungen des Stiftes Schlägl

Schlägl 1
A-4160 Aigen im Mühlkreis
Kontakt: Stephan Weber Opraem
E-Mail: ausstellung[at]stift-schlaegl.at

Die Gemäldegalerie wurde 1898 eingerichtet und beherbergt eine Auswahl der 500 Gemälde in den Stiftssammlungen vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Die Porträtgalerie wurde von Abt Wilhelm Waldbauer (gest. 1816) begründet und umfasst neben den Darstellungen der Klostervorsteher auch die Porträts aller Konventualen seit 1801. Sie wird bis heute fortgeführt.

Im Stiftsmuseum wird auch eine Auswahl der kunstgewerblichen Sammlung gezeigt.

Inventar der Sammlung(en): 
  • Schlägler Gemäldekatalog. Geschichte der Schlägler Gemäldesammlung und Bildergalerie, Verzeichnis der vorhandenen Gemälde, von Isfried H. Pichler Opraem. Kommentare zu ausgewählten Gemälden von Hannes Etzlstorfer (=Schläger Schriften 9, Linz 1987).
Schatzkammer des Stiftes Schlägl

Schlägl 1
A-4160 Aigen im Mühlkreis

Die Schatzkammer befindet sich in der Prälatensakristei. Zu den mittelalterlichen Pretiosen gehören ein gotischer Abtstab und eine Perlenkasel aus 1570. Die Paramentensammlung enthält eine Reihe barocker Ornate. Unter den liturgischen Geräten ist die Strahlenmonstranz aus dem ausgehenden 17. Jahrhunderts besonders bemerkenswert.

Literatur zur Schatzkammer: 
  • Isfried H. Pichler, Paramente. Meßkleider aus vier Jahrhunderten. Gemäldegalerie und Kapitelsaal des Stiftes Schlägl Ausstellung vom 14. Mai bis 14. Oktober 1979 (Aigen 1979).
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