Piaristen in Österreich

Piaristengasse 43
A-1080 Wien
Tel: +43 - (0)1 - 405 85 9021

GruenderIn/StifterIn: 
José de Calasanz (1557–1648)
Geschichte: 

Der Spanier José de Calasanz eröffnete 1597 in einem Armenviertel in Rom die erste kostenfreie Schule. Sein Verein frommer Männer zum Unterricht armer Kinder wurde 1621 von Papst Gregor XV. als Ordensgemeinschaft bestätigt.
1657 stiftet der Horner Stadtherr Ferdinand Graf Kurz ein Piaristengymnasium, 1697 wird die Wiener Piaristenschule gegründet. Nach 1773 übernahmen die Piaristen Schulen des aufgehobenen Jesuitenordens, so auch das Jesuitengymnasium in Krems. Mit dem Erlass des Reichvolksschulgesetzes 1869 wurden Piaristenschulen säkularisiert: 1870 wurde das Wiener, 1871 das Kremser, 1872 das Horner Piaristengymnasium verstaatlicht.

Werke und Pfarren: 
  • Piaristenpfarren Maria Treu und St. Thekla in Wien
Literatur: 
  • Otto Biba, Der Piaristenorden in Österreich. Seine Bedeutung für bildende Kunst, Musik und Theater im 17. und 18. Jahrhundert (Jahrbuch für österreichische Kulturgeschichte 5, Eisenstadt 1975).
  • Brigitte Stemberger, 300 Jahre Piaristengymnasium Bundesgymnasium Wien 8 (Wien 2001).
  • Gerhard Winner, Studien zur Geschichte der Piaristen in Österreich. Von den Anfängen bis an den Beginn des 19. Jahrhunderts (Diss. Univ. Wien 1952).
  • 250 Jahre Kirche St. Thekla. Die Piaristen auf der Wieden. Für die Piaristenpfarre St. Thekla hg. von Susanne Antonicek u. a. (Wien 2006).
Archiv der Piaristen

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Bibliothek der Piaristen

Piaristengasse 43
A-1080 Wien

Die Studienbibliothek des Ordens umfasst ca. 13.000 Titel, 2 Inkunabeln, darunter auch Altbestände aus namhaften Stiftungen und Nachlässen (Johann Ernst de Jamaigne, Gratian Marx, Adrian Rauch)
Siehe: Klosterbibliotheken in Österreich
Eine kleinere Bibliothek mit ca. 5000 Titel befindet sich in der Piaristenpfarre St. Thekla.

Literatur zur Bibliothek: 
  • Otto Biba, Die Bibliotheken, in: Die kulturelle Bedeutung des Piaristenordens in Österreich bis zum Ende des 18. Jahrhunderts (Diss. Univ. Wien) 248–264.
  • Walter Jaksch, Kollegium der Piaristen, in: Österreichischer Bibliotheksbau, hg. von Walter Jaksch [u.a.], Bd. 1 (Graz 1992) 61–64.
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